Mit dem zweiten Platz bei der Relegation zur Regionalliga krönen die Mädels eine super Saison

Die Tiefenbacher Mädels gewinnen gegen den Regionalligisten, verlieren aber gegen den Zweitplatzierten der Bayernliga Nord jeweils 3:1

Alle mitgereisten FCT-Athletinnen waren am Samstag im Einsatz und jede hatte einen großen Anteil zum Erfolg beigetragen, allen voran Jenny Schwarzmaier, die einen „Sahne-Samstag“ abrufen konnte

Zusammen mit den Fans ging es Samstag im Reisebus nach Schwaig zum Relegationsturnier der Regionalliga Süd. Leider wurde der Termin vom BVV etwas unglücklich auf den Samstag zwischen den schriftlichen Abiturprüfungen gelegt, so dass verständlicherweise Pia Sandner und Mira Weindl nicht mitfahren konnten und auch Annika Winkler fehlte aufgrund ihrer Fingerverletzung dem Team aus Niederbayern. Nichtsdestotrotz freute man sich auf das Turnier und hatte richtig „Bock auf Ballern“.

Im ersten Spiel ging es gegen TV Altdorf II, die Mädels belegten Platz 2 in der Bayernliga Nord und qualifizierten sich so für das Turnier. In der Anfangsphase war das Spiel noch ausgeglichen, aber nach dem Stand von 5:5 kamen die Hausherrinnen immer besser ins Spiel. Insbesondere die Angreiferin Weiß Norina konnte sich gegen den Block der Tiefenbacherinnen immer wieder eindrucksvoll durchsetzen. Am Ende stand es 25:13 für Altdorf, trotzdem gab sich das Gästeteam kämpferisch und wollte das Spiel unbedingt drehen. Im zweiten Satz erinnerte man sich an die Trainingsthemen der letzten Wochen und machte mit dem Aufschlag kräftig Druck. Der Service von Anna Raster bereitete den jungen Mädels aus Altdorf in der Annahme richtig Schwierigkeiten und so konnte man den Satz über 13:7, 20:11 und schließlich 25:13 gewinnen. Aber anstatt den Schwung mitzunehmen, agierte man im dritten Satz wieder etwas ängstlich und zurückhaltend, ein Geschenk, was die Mädels aus dem Nürnberger Land gerne dankend angenommen haben. Der Satz verlief im Prinzip auf Augenhöhe, keine Mannschaft konnte sich deutlich absetzen, trotzdem waren es am Schluss einige Eigenfehler, die dem Team aus Tiefenbach den Satz kostete. Der vierte Satz hätte nicht katastrophaler für die Niederbayerinnen beginnen können: 0 zu 5, meist direkte Aufschlagspunkte von Spielkapitänin Anna Lehmpful. Da war es selbst jedem mitgereisten FCT-Fan klar, dass der Sieg dem Team um Trainerin Stanic Katarzyna wohl nicht mehr zu nehmen ist. Sie ist bereits seit zwei Jahren beim TV Altdorf I (2. Bundesliga) als Spielerin, bzw. unterstütze letzte Saison zusätzlich die Trainerin der Damen 1. Schade, am Ende des vierten Satzes stand 25:17 auf der Anzeigetafel. Das 3:1-Ergebnis war aufgrund des verfügbaren Kaders und der gezeigten Leistung in Ordnung für Tiefenbach und die Glückwünsche für den Sieg an Altdorf waren aufrichtig – toll gespielt.

Laut dem festgelegten Spielmodus musste Tiefenbach nun das nächste Spiel gegen den 8 platzierten der Regionalliga Süd-Ost bestreiten: der Gegner war NawaRo Straubing II, gecoached von van der Mark, Bart-Jan (Bundesliga-Erfahrung) und Adlhoch Michael (Trainer Niederbayern-, bzw. Co-Trainer Bayernauswahl). Bereits im ersten Satz zeigte sich, dass beide Teams um jeden Punkt hart kämpfen werden und bis zur Mitte des Satzes machte selten ein Team mehrere Punkte in Folge. Der Punktestand bei den Auszeiten beider Mannschaften (14:16, 20:21 und 22:24) zeigt, dieses Match ist nichts für schwache Nerven. Den Tiefenbacher Mädels fehlte am Schluss etwas das Glück und so endete der Satz 25:23 für Straubing. Aber durch dieses Kopf-an-Kopf-Rennen war den FCT-Mädels klar, dass man mit „a bisserl“ mehr Druck auch die Sensation Bayernligist schlägt Regionalligist schaffen könnte. Das Motto für den zweiten Satz war vorgegeben und über 13:9, 18:15 und 20:15 kam man zum Satzgewinn von 25:18. Im dritten Satz erwischten die Mädels um FCT-Kapitänin Marion Nirschl einen schlechten Start und waren 2:6 hinten, aber dann zeigten Sarah Kugelmann und Sarah Kreuzer, was sie unter Angriff verstehen und nach 26 Minuten Spielzeit war der Satz mit 25:22 gewonnen. Im vierten Satz gelang Bianka Kobzowa zweimal eine Aufschlagsserie, was zu einem Drei-Punkte-Vorsprung bei 15:12 führte. Zur Crunchtime kam Straubing nochmals gefährlich nahe, der Satz ging aber mit 25:23 an die weitest angereiste Mannschaft – nach Tiefenbach.

Die Mädels lagen sich nach dem Sieg lange in den Armen und es wurde auch manche Träne weggewischt – es war einfach eine „geile Saison“ in einem tollen Team. Für einige war es das letzte Spiel für Tiefenbach, Beruf oder Studium machen einen Ortswechsel notwendig.

Der erstplatzierte von einem Relegationsturnier steigt auf, ob weitere auch aufsteigen dürfen, kann erst nach dem Abmeldetermin für die Vereine vom BVV entschieden werden. Letzte Saison konnten z.B. alle drei Teilnehmer der Relegationsrunde in die Regionalliga aufsteigen, wie es diese Saison sein wird bleibt abzuwarten – wobei es nach ersten Informationen vom BVV diesbezüglich eher schlecht für Tiefenbach aussieht.

In der Bayernliga Platz 2 und auch bei der Relegation zur Regionalliga Platz 2 – dies ist für alle Volleyballer in Tiefenbach ein hervorragendes Ergebnis. Ob, wie und wo – Fragen bzgl. nächster Saison werden in den nächsten Tagen und Wochen geklärt. Ein „kleiner“ Umbruch steht an und es muss auch geklärt werden, ob höherligiger Spielbetrieb in einem breitensportorientierten Verein gewünscht ist.

-gk  

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